Lesen hier noch einmal
Auszüge aus dem Video "Wie
und wann kann man Dritte (z.B. Großeltern) in
die nächtliche Betreuung einbinden?".
Babysitter:
Wie und wann man Babysitter (z.B. Großeltern)
in die nächtliche Betreuung von Babys einbinden
kann
Babys gehören
zu Mama und zu Papa. Das ist so, weil die Natur es
so vorgesehen hat.
Ich fragte einmal die
Kursleiterin unseres Geburtsvorbereitungskurses, eine
Hebamme, wie man das mit dem Füttern von kleinen
Babys macht, wenn man sie mal am Abend oder über
Nacht zum Beispiel bei den Großeltern
lassen möchte. Sie schaute mich nur mit großen
Augen an und sagte: „Ihr wollt euer Kind in
den ersten Monaten ganz bestimmt nicht länger
als fünf Minuten aus der Hand geben“.
Und unsere Tochter war genau eineinhalb Jahre, als
sie dann das erste Mal bei Oma und Opa übernachtet
hat. Auch da haben wir hin und her überlegt,
ob es denn für sie wirklich in Ordnung ist, wenn
sie die Nacht bei den Großeltern
verbringt und weder Mama noch Papa dabei sind.
Nachdem unser Baby auf der Welt war, hatten wir verstanden,
was die Hebamme meinte. Wobei es nicht wirklich ein
Verstehen war sondern eher ein Fühlen. Wir spürten
einfach, dass wir dieses kleine Wesen nicht aus der
Hand geben dürfen.
Babys gehören zu
Mama und zu Papa. Das ist so, weil
die Natur es so vorgesehen hat. Für kleine Babys
ist Mama der Mittelpunkt der Erde und schlicht und
einfach die wichtigste Bezugsperson. Das ist einfach
biologisch begründet und dies wird durch die
Stillbeziehung noch verstärkt.
Nach Mama kommt dann Papa – für ein Baby
in der Regel die zweit wichtigste Bezugsperson.
Damit meine ich nicht, dass Sie Ihr kleines Baby nie
aus der Hand geben sollten. Es gibt ein afrikanisches
Sprichwort, das besagt, dass es ein ganzes Dorf braucht,
um ein Kind zu erziehen.
Und ich glaube tatsächlich, dass es auch schon
für ein Baby gut ist, andere Menschen kennen
zu lernen und eine Beziehung aufzubauen. Wichtig ist
nur, dass Mama und/oder Papa in der Nähe sind
und Sicherheit geben.
Hat Ihr Baby zu einer dritten Person zum Beispiel
Oma oder Opa oder einem Babysitter
eine Beziehung aufgebaut, das heißt, es haben
schon mehrere positive Kontakte stattgefunden, der
Babysitter weiß, was ihr Baby
mag und was es nicht mag und wie man es beruhigen
kann, dann können Sie die beiden auch beruhigt
zu einem Spaziergang hinausschicken.
Ihr Baby ist in den ersten Monaten so sehr auf Sie
bezogen, dass es stark verunsichert wird, wenn Sie
nicht in seiner Nähe sind. Und das gilt insbesondere
für die Nacht.
Das Zubettbringen ist bei kleinen Babys oft ein sensibler
Prozess, sehr stark verbunden mit körperlicher
Nähe und Vertrautheit.
Es löst bei Ihrem Baby Angst und Stress aus,
wenn Sie in dieser Zeit nicht bei ihm sind und dies
ganz besonders dann, wenn es nachts aufwacht und Mama
oder Papa nicht da sind.
Ein Baby hat noch keine Vorstellung von Zeit. Es fühlt
sich von Ihnen verlassen, ohne zu wissen, wann oder
sogar ob Sie jemals wieder kommen.
Aber es gibt natürlich auch Situationen, da geht
es nicht anders, weil Sie zum Beispiel ins Krankenhaus
müssen, oder Ihnen ein Termin tatsächlich
so wichtig ist, dass Sie sich doch entschließen
einen Babysitter zu bitten, Ihr Baby
zu betreuen. Dann sollten Sie idealer Weise folgende
Regel befolgen: